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Sir Theodor Broughton oder der Gifttrank / von G. P. R. James
Entstehung
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Alten bis an den Rand des Grabes begleiteten, beſchäftigte ſein Nachdenken auch nicht einen Augenblick; ebenſo wenig beachtete er das me kwürd ge Schnitzwerk der gothiſchen Fenſter, noch die grinſenden Geſichter, die langgeſtreckhten ſteinigen Gliedmaſen auf der andern Seite; er dachte nicht an die mühſame Forſchung, an das Genie und die Einbil⸗ dungskraft, den Fleiß, die Hofſnung und Erwartung, die Enttäuſchung und den Kummer, von denen jedes dieſer Bücher vor ihm ein lebendiges Denkzeichen abgab. Er hatte nur das Abſolute, das Greifbare im Auge, ohne ſeinen Geiſt auch nur einen Augenblick zu näheren oder entfernte⸗ ren Gegenſtänden abſchweifen zu laſſen.

Beim Eintritt in die Bibliothek traf et zwei Perſonen, welche im Alter, im Aeußern, wie im Charakter kaum ver⸗ ſchiedener hätten ſeyn können, als ſie wirklich waren. Die eine, Kapitän Donovan, bedarf keiner weitern Beſchreibung; dem jungen Theodor Broughton hingegen, dem Enkel des alten Baronets, müſſen wir einige Zeilen widmen. Er war ein gut ausſehender Knabe von dreizehn bis vierzehn Jahren, wohlgewachſen und fein in ſeinem Aeußern, mit angenehmen Geſichtszügen, in denen ſich aber ein ſchwacher ruheloſer Charakter ausprägte. Der Junge ſaß an dem einen Ende des Zimmers und hatte zehn bis zwölf Bände altmodiſcher Romane um ſich au gethürmt, welche er emſig verſchlang, wobei er aber oft mit ſeinem Gegenſtande wechfelte. An dem andern Ende ſaß Kapitän Donovan, die Füße über einen Stuhl gelehnt und ein großes mit Zeichnungen ver⸗ ziertes Buch in der Hand, worin er eifrig lindirte doch nicht

8* James. Th. Broughton. 2