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ſondern alles ihm Fremdartige rafch und entſchloſſen von ſich abwies, indem er ſeine ſtarken Verſtandeskräfte darauf anwendete, und vermöge ſeines kräftigen Charakters und feſten Willens die Menſchen, durch ſeinen natürlichen Takt wie durch lange Erfahrung belehrt, ſehr richtig beurtheilte. Er hatte einen hohen Begriff von Ehre und war keineswegs kaltherzig oder gefühllos; allein der Verſtand war immer bei ihm vorherrſchend, ſo daß er Alles, was er auf ſeinem Lebenswege traf, nicht anders beurtheilte, als ob ſein Ge⸗ wiſſen ein Gerichtshof und er ſelbſt der vorſitzende Richter geweſen wäre. Damit will ich nicht ſagen, daß ſeine Aus⸗ ſprüche immer die richtigen geweſen wären, denn wer kann ſolches von ſich ſelbſt behaupten? aber ſie waren immer wohl erwogen und alsbald fertig, da die beſtändige Gewohnheit zu denken, ihn ſehr gewandt in ſeinem Uitheile gemacht hatte.—
So kam ihm denn auf ſeinem Wege über den langen Hausgang kein anderer Gedanke, als daß er ſo eben einen widrigen alten Mann, den er ſeit ſeinen Knar enjahren ge⸗ kannt und ſeit ſeinem Mannesalter durchechaut, geſehen habe, daß dieſer alte Mann ein launiſches, wenn auch nicht gerade ein ungerechtes Teſtament zu machen beabſichtige und ihn mit deſſen Abfaſſung beauftragt haue, und daß er in einem großen, altmodiſchen düſtern Zimmer, welches die Bibliothek hieß und zehn bis fünfzehn tauſend dicke zum großen Theil nicht leſenswerthe Bücher enthielt, Dinte, Feder und Papier finden ſollte. Das jämmerliche Schau⸗ ſpiel von Eitelkeit, Bosheit, Haß und Rachſucht, welche den


