Druckschrift 
Margarethe Graham : Roman / von G. P. R. James
Entstehung
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Charakter bei ihm zum Vorſchein kam, welchen erſt ſeine ſpäteren Schwächen und Laſter ſo traurig entſtellt hatten; auch diesmal drang er, je wärmer er wurde, deſto heftiger in mich, jene Geldſumme, deren ich bedürfe, von ihm anzu⸗ nehmen. Ich widerſtand noch immer, und erklärte ihm, mein Entſchluß ſey unabänderlich, bis er zuletzt gewaltig aufge⸗ regt wurde. Er ſtand auf, ſchritt im Zimmer auf und ab und ſagte endlich meine Hand faſſend: Nimm das Geld, Fairfar, nimm es, um meine Seele von einer ſchweren Laſt zu befreien. Ich erwiederte lächelnd, ich ſehe nicht ein, wie ich ſein Gemüth durch Belaſtung des meinigen erleichtern könne; mein Entſchluß ſtehe feſt, kein Geld zu borgen, ſelbſt wenn mein ganzes Lebensglück davon abhinge.

Ich kann Dir nicht alles erzählen, was endlich den Schluß herbeiführte. Er griff zu wiederholtenmalen zum Glaſe, ſchien immer noch zu wanken und zu zögern, und ſein Verlangen, mir eine Hülfe aufzudrängen, deren Annahme ich ſo entſchieden verweigerte, ſchien mir ſo auffallend, daß ich zu glauben anfing, ſein Verſtand müſſe Noth gelitten haben, als er ſich plötzlich vollkommen gefaßt niederſetzte und alſo anhub:

Fairfax, Du mußt das Geld nehmen und ich will Dir auch ſagen warum; aber Du mußt mir Dein Ehrenwort darauf geben, das, was ich Dir ſagen werde, ſo lange ich lebe, vor Niemand zu wiederholen. Ich verſprach es ihm gerne, und er fuhr alſo fort:Ich kann dieſes Gefühl nicht länger ertragen, Fairfax. Ich ſpielte Dir einſt einen ſehr ſchnöden Streich, und ſuchte mir die Sache anfänglich als

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