Druckschrift 
Margarethe Graham : Roman / von G. P. R. James
Entstehung
Einzelbild herunterladen

8

Ja wohl, und ich bedauerte den armen Mann, ver⸗ ſetzte Margarethe.

Nun denn, meine Liebe, an ſeinem Leben hing das einzige Geheimniß, das ich vor meiner Margarethe hatte, bemerkte Fairfar.Ich gab mein Ehrenwort, ſo lange er lebte, es nie, nicht einmal unter Verſchweigung des Namens zu enthüllen, denn ein Theil der Geſchichte war ſo bekannt, daß der andere bei dieſer Enthüllung ſicherlich an ihm hängen geblieben wäre.

Ich trat noch als ſehr junger Mann in eines der aus⸗ gezeichnetſten Infanterieregimenter, womir mein guter Oheim eine Stelle kaufte, was er bei ſeiner ſonſtigen ſorgloſen Frei⸗ gebigkeit, welche eigentlich jedes Vermoͤgen unzureichend für ihn gemacht hätte, nur durch die ſtrengſte Sparſamkeit zu erreichen vermochte. Als ich Dich zuerſt kennen lernte, ſtand ich eben bei jenem Regiment, und Harrington war einer meiner früheſten Kameraden, während wir Beide noch Fahnen⸗

junker waren. Einige Jahre, bevor ich hieher kam, war er in ein Reiterregiment übergetreten, während ich bei meiner alten Truppe blieb, weil ich nicht die Mittel beſaß, die Diffe⸗ renz der Kaufſumme zu bezahlen. Nach der ſcharfen Ver⸗ abſchiedung von Seiten Deiner Mutter und dem Verſchwin⸗ den jeder Hoffnung, von Dir und Deinem Vater zu hören, verſank ich in ſo düſtere Stimmung, daß mein Onkel ſich nach der Urſache erkundigte, worauf ich ihm ſagte, ich wünſche ſehnlich ins Feld zu ziehen, um daſelbſt Gelegenheit zur Auszeichnung zu haben. Hiefür ſtand aber blos Indien offen, und der gute alte Mann fand Mittel, auf ſeine Bücher James. Margarethe Graham. 19