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der alte Offizier;„er war zwar ein wilder, gedankenloſer Sauſewind, aber gleichwohl ein feiner, ehrenwerther Burſche.“ Fairfax ſchwieg, bis er endlich bemerkte:
„Er war edel geſinnt und gutherzig, aber ſehr ſchwach, was ihn oft in höchſt unerfreuliche Lagen verſetzte. In Allem was er unternahm, war er ungemein geſchickt; aber ich kenne für den Betheiligten ſelbſt wie für Andere keine gefährlichere Zuſammenſtellung, als die der Fähigkeit und Schwäche.“
„Ich glaube, Sie haben Recht,“ gab der Major zur Antwort;„und bei dem armen Harrington war allerdings beides der Fall.“
Hier nahm das Geſpräch über den Verſtorbenen ein Ende, und man zog ſich bald darauf in das Wohnzimmer zurück; aber auch hier blieb man nicht mehr lange auf, denn Lady Fairfax befand ſich in zarten Umſtänden, und ſo begab man ſich um halb zehn zur Ruhe. Margarethe war noch nicht lange in ihrem Zimmer, als ihr Gatte eintrat, und ſich neben ihr aufs Sofa ſetzte, wo ſie ſich niedergelegt hatte.
„Leslie iſt zu Bett gegangen,“ begann er,„denn die Geſundheit des armen Mannes iſt ſehr zerrüttet; ſo bin ich denn gekommen, Margarethe, um Dir eine Geſchichte zu erzählen.“
„Wirklich!“ ſagte ſie.„Iſt es ein orientaliſches Mähr⸗ chen oder eine Novelle aus unſerem eigenen Lande?“
„Von Beidem ein wenig, mein theures Mädchen,“ gab er zur Antwort.„Du hörteſt doch unſer Geſpräch über Kapitän Harrington?“


