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fühlte wohl, daß ich ſchwach war, konnte aber meine Schwäche nicht überwinden— wußte, daß Du unſchuldig ſeyn mußteſt, während der Zweifel noch immer in meine Ohren gellte. Ich hatte Unrecht, ſehr Unrecht, Allan; aber ach! wenn Du wüßteſt, wie ich gelitten, welche Angſt ich Tag für Tag und Nacht für Nacht erlitten habe— Du würdeſt mich bemit⸗ leiden und mir vergeben. O vergib mir, mein Allan, ver⸗ gib mir!“
„Von Herzen, meine Margarethe,“ gab Fairfar zärt⸗ lich zur Antwort;„ich finde Dich ſogar in Allem nahezu ent⸗ ſchuldigt, nur nicht darin, daß Du mir nicht unverzüglich Alles anvertrauteſt, und auch hier ſpricht Vieles zu Deiner Rechtfertigung. Aber daß Du nie mehr an mir zweifelſt, Margarethe, mir nie mehr Dein Vertrauen vorenthältſt. Ich kann Dir jetzt Gottlob Alles erklären, was ich geſtern noch nicht vermocht hätte.“
„Noch ein Wort,“ bat Margarethe;„ich bedarf keiner Erklärung, Fairfax. Geſtern Nacht warſt Du zornig auf mich, wie ich wohl ſehen konnte; heute Morgen verließeſt Du mich, um erſt auf den Abend zurückzukehren. Ich ſetzte mich nieder und kämpfte mit mir ſelbſt— ich ſiegte: ich fühlte, daß an meinem Allan keine Schuld haften konnte, und daß ich unter allen Umſtänden nichts Nachtheiliges von ihm glauben durfte; ich glaubte auch wirklich nichts, und beſchloß um jeden Preis Dich zu ſprechen und Deine Ver⸗ zeihung zu erflehen. Ich habe die Aufgabe vollendet, habe meinen Buſen von einer Schlange befreit, welche nie wieder Zutritt darin erhalten ſoll: ich verlange keine Erkärung,


