Druckschrift 
Margarethe Graham : Roman / von G. P. R. James
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Seiten zu einer enormen Breite ſich ausdehnen ließ. Auch ſeine Gliedmaßen waren alle kräftig, nur elwas kurz, und das Geſicht war breit wie die ganze Perſon, mit gemeinen bösartigen Zügen, meiſt leer und ohne Ausdruck, oder wenn auch ein Strahl von Verſtand darin aufleuchtete, nur ſchlimme Triebe und Neigungen verrathend. Die kleinen grauen, ſcharfen Augen waren der Art, daß ſie durch ihren unſichern Blick den düſtern Eindruck nur noch vermehrten; eines derſelben mußte wohl greulich ſchielen, nur war es ſchwer zu entdecken, welches es ſeyn mochte, denn bald war es das rechte, bald das linke, das der dicken Stülpnaſe am nächſten kam. Gekleidet war er in beſcheidenes Grau um mich des alten Sprachgebrauches zu bedienen mit ſtar⸗ ken, aber leichten Schnürſtiefeln an den Füßen, welch letz⸗ tere im Verhältniß zu ſeinem Körper ſehr klein waren, und auf die er ſich wunderbar eitel zeigte. Auf ſeinem Kopfe ſaß eine geſtrickte Mütze, wie ſie die Knaben der Blaurock⸗ ſchule zu tragen pflegen, und vorn auf der Mütze ſteckte zu allen Jahreszeiten ein Zweig Heidekraut, friſch wenn es in Blüthe, verwelkt wenn ihre Periode vorüber war.

So präͤſentirte ſich Tommy Hicks, der Simpel von Braunſchweig, wie er gewöhnlich, und zwar nicht mit Un⸗ recht genannt wurde, inſofern es ihm am Verſtande ge⸗ brach, um ihn richtig durchs Leben zu leiten. Dabei bleibt es aber immer merkwürdig, wie die Natur den Unterſchied zwiſchen Liſt und Verſtand bei ſolchen ungluͤcklichen Weſen ſo genau zu treffen weiß, denn auch von den geſcheiteſten Männern von Braunſchweig konnten es nur wenige mit