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zehn Schillinge aus der einen und acht aus einer andern Gemeindekaſſe geben ließ.“
„Von zwei Gemeinden!“ rief Jakob.
„Ja, durch ein Bischen Meineid wußte er's dahin zu bringen,“ antwortete ſein Gefährte,„und ſo hat's noch gar Mancher gemacht. Unſere Armenpfleger entdeckten die Geſchichte und wollten ihm nichts mehr geben; aber der unverſchämte Schlingel ging vor den Magiſtrat, leiſtete ſeinen Eid, und der Magiſtrat gab ihm die Anweiſung an die Gemeindekaſſe— ſo geſchah es gerade wie er's haben wollte.“
„Und war das nicht der Fehler des Magiſtrats, Ben?“ fragte ſein Freund;„das Geſetz zwang ihn nicht, etwas der Art zu thun, wenn er nicht wollte.“
„Weiß nicht,“ erwiederte der Andere;„ich habe das Geſetz nie geſehen, Jakob, glaube aber, daß auch die beſten Geſetze ſich ſo wie die Magiſtratsperſonen und andere Leute damit umgehen, in ſchlechte verwandeln laſſen, denn da kommt Einer und ändert ein Bischen, und ein Anderer wie⸗ der ein Bischen, bis es gar nicht mehr demſelben Dinge ähnlich ſieht. Eines aber iſt gewiß, daß es viele Leute unter uns gab, die im Unrecht waren, obgleich die Obrig⸗ keit nicht minder Unrecht that. Immerhin war es aber nicht nöthig, ein gutes Geſetz darum abzuſchaffen, weil thörichte Menſchen es nicht richtig handhabten und ſchlechte Leute es mißbrauchten; wollte man es je abſchaffen, ſo hätte man es beſſer, nicht aber ſchlechter machen können, ſo daß es weniger ſchwer für die Reichen, aber auch nicht
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