Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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Maimatchin hat durchaus keine Feſtungswerke; alein es bleiben im Kruͤhlahre, Sommer und Herbſte 500 Leute daſelbſt. Der Handel hat das ganze Jahr bindurch ſeinen Fortaang, und der Eintritt in das ruſſiſche, wie in das chineſiſche Dorf iſt jeden unver⸗ wehrt. Es herrſcht gegenſeitig das beſte Vernehmen, und ein Theil gibt dem andern zuweilen Feſte. Da⸗ mals vertrieben ſich die Chineſen mit Karten⸗, Da⸗ men⸗ und Schachſptel, mit Trinken, Tanzen und Singen die Zeit. Im Februar, dem fogenannten weiſ⸗ ſen Mongte, in welchen das neue Jahr faͤllt, begehen ſie ihr Hauptfeſt. Dieß dauert drei Tage, dann be⸗ ginnt die Meſſe. 3 Peking iſt 1500 Meilen entfernt; ein Kourier legt ſie in 10, ein Kaufmann in 30 Tagen zurück. Vorzuͤglich werden nach Rußland eingefuhrt Thee, Kattun, Nankin, Seidenzeuge, zumal gurer Atlas, Rhabarbar, kuͤnſtliche Spielwaaren u. ſ. w. Dagegen fuhren die Nuſſen meiſt Pelzwerk aus: Fuchs, Zobel, See⸗ und Flutotter, Wildkatzen, Biber, und Millio⸗ nen von Eichhornsfellen. Ihrer Leichtigkeit, Waͤrme, Dauerhaftigkeit und Wohlfeilheir halber, ſind die letz⸗ ten bei den Chineſen ſehr beltebt, und merkwuͤrdiger Weiſe bezahlen ſte gerade das ſeltenſte und koſtbarſte Rauchwerk nicht nach ſeinem wahren Werthe, ſondern begehren mehr die ſchlechteſten und gemeinſten Sorten. Die Beſten gelangen nach Moskau und Niſchnen⸗ Nowgorod. Das von beiden Seiten unmge⸗ Kente apiiat betraͤgt jährlich ohngefaͤhr 30 Millionen Rubel. 1 3 Ich Hürre ſpaͤt Abends von der chineſiſchen Stadt zuruͤck und brachte zwei Tage in der Geſellſchaft des gaſtfreten Direktors zu. Von dieſem guͤtigen Manne erhielt ich eine merkwuͤrdige Charte von dem chineſt⸗ ſchen Reiche mit ruſſiſchen Anmerkungen, welche ſich

jetzt in dem brittiſchen Muſeum befindet.