Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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Nachdem ich alles geſehen hatte, was ich in Kiaͤchta fuͤr merkwuͤrdig hielt, verließ ich die Stadt am dritten Tage. Mein Weg fuͤhrte am rechten Ufer der Selenga durch eine uͤppige, mit Buriaͤten Doͤrfern beſetzte Weidegegend, bis ich einen ſandigen, bergigen Boden erreichte, der mich bis Werchey⸗ Udinsk zuruͤckführte. Von dort reiſte ich wieder nach Irkutzk, nachdem ich uͤber den Baikal gegangen war, wo ich ein paar Felle von dem dort haͤufigen Silberſeehund(Phoca siberica) kaufte.

Irkutzk hatte ich am 7. Februar erreicht. Nach⸗ dem ich mich ein wenig erholt, traf ich Anſtalten zu meiner Ruͤckreiſe nach Europa, die ich noch im Schlit⸗ ten zu machen hatte. Am 10. Februar fiel eine bedeu⸗ tende Menge Schnee, und doch erreichte ich gluͤcklich die(von Irkutzk 40 Meilen entfernte) kaiſerliche

Glashuͤtte und Tuchfabrik. Es wird daſelbſt ein ſt

T⸗ kes grobes Tuch von grauer Farbe fuͤr die übiriſche Armee bereitet.

Das Wetter war kalt; aber bei dem aͤußerſt guten Wege erreichten wir Niſchney⸗Udinsk ſchon am 13. Februar Morgens bei 320 Kaͤlte.

Bei dem Eintritte in das Gouvernement Jeniſ⸗ ſeisk ſchlug ich den Weg nach Kanskoi ein wel⸗ ches auf dem linken Ufer des Kan, des ſibiriſchen Styr, liegt. Die Gegend war allgemein ſchoͤn, bis ich in die ſandige Umgebung vor K rasnojarsk ge⸗ langte. Das Wetter war ſehr kalt, und ich ſehr froh⸗ daß ich um Mitternacht ein beguemes Quartier erhieit, und dem Diebsgeſindel von Verbrechern. welches die Bevoͤlkerung vieler Doͤrfer ausmacht, entkommen war.

Ich hatte einen gutmuͤthigen Koſaken bei mir, mit dem ich ſehr zufrieden war; allein in den Doͤrfern von dem Gouvernement Jeniſſeisk und Tomsk pruͤgelte er ein fuͤr allemal die Leute, welche fuͤr die

Poſtpferde zu ſorgen hatten, und zog ſie bei den Haa⸗