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ten Male, und nun wollte ich mich von hier aus nach Kiaͤchta begeben. Ich fuhr theils auf der Gelen⸗ ga, theils durch oͤde Gegenden mit wenigen ſchlechten Doͤrfern, bis ich den Punkt erreichte, wo der Weg von dem Fluſſe abgeht, und nach der chineſiſchen Gräͤnze zu durch eine offenere und waldigere Gegend fuͤhrt. In der Naͤhe von Kiaͤchta ſteigen die Berge wieder kuͤhn an, und bilden ſchoͤne, aber unfruchtbare Thaler. Man glaubt es der Gegend anſehen zu koͤn⸗ nen, daß ſie ſich an der Graͤnze zweier maͤchtiger Reiche befindet. Kiaͤchta iſt regelmaͤßig gebaut, und enthaͤlt 4000 Einwohner. Der Bach gleichen Namens bildet die Graͤnze zwiſchen China und Nußland, und die Feſtung erhebt ſich am rechten Ufer. Geſundes Waſſer muß man 2 Meilen weit herholen, und das Brennholz 20 Meilen weit; auch der Boden iſt unfruchtbar. Steinerne Haͤuſer duͤrfen, auſſer der Kirche, ſo lange die Chineſen bei ihrer neidiſchen Polltik beharren, nicht errichtet werden. Jenſeits der Feſtung liegt die Handelsſtadt, welche Altklaͤchta heißt und nur von Kaufleuten bewohnt wird. Nach dem zwiſchen beiden Reichen beſtehenden Kontrakt darf daſelbſt kein Beamter oder Fremder uͤber Nacht bleiben. Der Ort hat 4s anſehnliche Haͤuſer, in denen ſich aͤußerſt be⸗ deutende Waarenlager befinden. Ich hatte Gelegenheit, mich nach der ſogenannten chineſiſchen Feſtung, welche von Allkiaͤchta etwa 600 Schritte entfernt liegt, zu begeben. Nie iſt mir ein Ort vorgekommen, der bei ſo großem Rufe an ſich ſo wenig Merkwuͤrdiges beſaͤße, als dieß Maimat⸗ ſchin. Man findet eine kleine ſchlechtgebaute Lehm⸗ ſtadt mit vier engen, rechtwinklichten Straßen, die mit ungebrannten Ziegeln gepflaſtert ſind. Waͤhrend der Meſſe halten ſich daſelbſt bei 1500 Maͤnner auf; Frauensperſonen werden nicht eingelaſſen. Die Haͤu⸗


