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oft auf ganze Wochen beſuchen, ſehr gewogen, und mit der engliſchen Sprache ſchon recht vertraut. Seine reichen Eltern hat er erſt vor kurzer Zeit verloren; allein ſeine reiche Mutter vermachte ihre ungeheuern Beſitzthuͤmer den Prieſtern. Ihm gehoͤren etwa 3000 Schafe, 300 Pferde, und 200 Stuͤck Rindvieh, woge⸗ gen ſeine Mutter 40000 Schafe, 10000 Pferde und 3000 Stuͤck Rindvieh und uͤberdies eine gewaltige Meuge Pelze beſaß. Eine ſeiner Schweſtern, welche vor Kurzem einen andern Haͤuptling heirathete, erhielt als Mitgaft 40 Kittel von dem ausgeſuchteſten Pelz⸗ werke. Man traͤgt dieſelben ſo lange, bis ſie von dem Leibe fallen, und hiernach kann man ſich einen Begriff von der eckelhaft nachlaͤßigen Lebensweiſe der Buriaͤten machen. Bei der Hochzeit ſind die Frauen in mit Pelz beſetzten Atlas gekleidet. Ebenſo ſtattlich zieht man ſich an dem religtoͤſen Hauptfeſte au, welches von den Chineſen angenommen worden iſt. A Ich reiſte von dort aus der Ingoda entlaug, welche in den Amur faͤllt, und mit dieſem dem oͤſt⸗ lichen Ocean zuſtroͤmt. Sie wird nach Oſten immer breiter und iſt bei Nertſchinsk ein betraͤchtlicher Strom, Ich erreichte dieſe Stadt ſpaͤt Abends, lah aber folgend, daß es ein ſchlechter, zerſtreuter Ort iſt⸗ der eine unguͤnſtige Lage hat. Mein Hauptzweck war aber die große Fabrik Bolſchoi⸗Zaͤwod von hier aus zu beſuchen, das vorzuͤglichſte Silberſchmelzwerk Sibirtens. Das Thermometer ſiel jetzt 35, ſo daß die Luft einen ungewoͤhnlich ſcharfen Eindruck machte. Abends befand ich mich am Ziel meiner Reife. Diefe große Fabrik iſt das groͤßte, aber zugleich erbaͤumiſchſte Aggregar von Huͤtten, welches ich je gefehen habe. Sie wird nur voͤn Verbrechern bearbeitet, die eigene Beamte zur Aufſicht haben. Aber ſelbſt die Wohn⸗ haͤuſer der Chef's gleichen nur zufammengebauten Jur⸗ ten. Alles, was ich zu Nerſchinsk ſah, fioͤßte mir


