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zu bringen; auch habe ich geſehen, wie die Schlitten ſo in Schuß kamen, daß ſie die Pferde einholten, herumriſſen, und zuletzt einen vollkommnen Kreis beſchrieben. 4 Wir erreichten Werchney⸗Udinsk, eine große volkreiche, und wohlhabende Stadt, auf dem rechten Ufer der Selenga. Sie iſt der Hauptſtappelplatz zwiſchen Irkutzk und Klaͤchta, und hat als Grenz⸗ ort eine ſtarke Garniſon. 1 Bis Selenginsk ſind 70 Meilen; ich legte ſte
auf der ſpiegelhellen Selenga binnen 7 Stunden zuruͤck. Daſelbſt angekommen, begab ich mich ſogleich nach der Wohnung der hier angeſiedelten engliſchen Miſſionaͤre und wurde guͤtig aufgenommen. Sie bil⸗ den gleichſam eine rings von Halbbarbaren umgebene engliſche Colonie, und machten es ſich zur Aufgabe, das Heidenthum der Buriaͤten zu bekaͤmpfen. Ich verlebte bei dieſen frommen Menſchen und ihrer zahl⸗ reichen Familie ein Paar hoͤchſt angenehme Tage. Ste ſind gegenwaͤrtig der ſchwierigen, mongoliſchen Spra⸗ che faſt vollkommen maͤchtig, und man muß erſtaunen, daß ſie in kurzer Zeit ziemlich vollſtaändige Woͤrterbu⸗ cher und Grammatiken zuſammenſtellen konnten. Sie baben, um mit den Haͤuptlingen ſowohl, als den Lamas oder Prieſtern, Bekanntſchaften anzuknuͤpfen, viele Reiſen in das Innere unternommen; allein noch iſt es ihnen nicht gelungen, einen einzigen Proſelyten zu machen, und es iſt auch wenig Hoffnung dazu, da die Buriaͤten erſt vor kurzer Zeit gegen 42000 Stück Rind⸗ vieh und 30 Wagenladungen religioͤſer Schriften aus Thibet erhalten haben. Man hat die Schriften der Miſſionaͤre angenommen, aber nur ein einziger Buriaͤte hat ſie geleſen, und lacht uͤber die Thorheiten der fremden Maͤnner. 4 1
Die Buriaͤten ſind im Allgemeinen ſolche Hunger⸗ leider, daß ſie s Tage in der Woche faſt nichts ge⸗


