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Menge gibt, daß nicht genug Einwohner da ſind, um ſie zu fangen. Die ſchaͤtzbarſten ſind Fuͤchſe von ver⸗ ſchiedenen Farben, und Zobel in ungeheurer Menge. Auch gibt es Baͤren, Woͤlfe, Rennthiere, Bergſchaafe und hin und wieder Luchſe.
debſt dem Pelzwerk ſind die Hunde von vorzuͤg⸗ lichem Werth. Dieſe treuen und nuͤtzlichen Thiere werden zum Transport der Fiſche, um das Haus mit Waſſer, das Vieh mit Heu zu verſorgen, kurz zu jeder Arbeit gebraucht, welche in Europa von Pferden geleiſtet wird. Von Juli bis Oktober muͤſſen ſie ſich obendrein ſelbſt bekoͤſtigen. Sie haben ein ungeſchlach⸗ tetes Anſehen, und kommen in Geſtalt den gewoͤhn⸗ lichen Bauernhunden nah.
Noch hat Kamtſchatka erſtaunlich viele Gaͤnſe, Enten, Schwaͤne, Schnepfen und wilde Huͤhner. Dieſe bewahrt man durch Einlegen in Waſſer auf, welches den ganzen Winter gefroren bleibt. Auch der Wallfiſchfang kommt den Einwohnern gut zu ſtatten.
Der Kamtſchatkale iſt traͤg, ſklaviſch und dem Trunk ergeben. Seine Urſprache iſt zwar nicht aus⸗ geſtorben; doch ſprechen fan ſaͤmmtliche Eingeborne ruſſiſch. Die meiſten ſind getauft. Ihre Tracht be⸗ ſteht im Winter aus Thierfellen, im Sommer aus Nanking. Die koſtbarſten Pelze gaben ſie fuͤr eine Lumperei, fuͤr ein Glas Schnaps hin.


