Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

282

raͤthſchaften dieſes Orts erinnerten ganz an die Mo⸗ bilien einer hollaͤndiſchen Hauptwache.

Nach dem Fruͤhſtuͤcke, waͤhrend delen wir vom Kaiſer 2 Schuͤſſeln Zuckerwerk(eine ſehr hohe Gunſt)

geſchickt erhielten, lud man uns auf das Eis, auf welchem eine Menge Schlittſchuhlaͤufer ſich befanden.

Ihre Schlittſchuhe unterſcheiden ſich von den euro⸗ paͤiſchen, daß dieſe vorne mit einem Eiſen endigen, waͤhrend jene an ihrem Ende ein Stuͤck Eiſen haben, welches rechtwinklig in die Hoͤhe ſteigt. Da man erfahren hatte, daß unſere Herren auch Schlittſchuh laufen koͤnnten, ſo wurden ſie zu einer Fahrt einge⸗ laden und erwarben ſich die große Bewunderung des Kaiſers und ſeines Hofes. Man hatte die Aufmerkſam⸗ keit, uns nahe an den Schlitten des Kaiſers zu ſtellen,

Von dem Deiche fuͤhrte man uns zu einer Pforte von Bambusrohr, in deren Mitte lederne Kugeln auß gehaͤngt waren. Auch hier ſtanden wir neben dem Kaiſer, welcher mehrmals auf uns zu blicken geruhte

Nun kamen Soldaten, je zwei, mit einem Bogen und Pfeil in der Hand und ſchoßen eiligſt laufend, der

eine auf die lederne Kugel, der andere auf einen leder⸗ nen Hut, welcher nicht weit von der Pforte auf dem Eiſe lag. Dieſen folgte ein Haufe junger Leute und Kinder, welche beinahe alle das Ziel trafen. Die Kinder zeigten vorzuͤglich eine große Geſchicklichkeit. Waͤhrend dieſer Art von Beluſtigung ſah ich, daß der Teich, auf welchem wir waren, mit dem Waſſer

—