279
Theile der Gebaͤude des nicht weit entfernten kaifer⸗ lichen Palaſtes. Kaum hatten wir den Ehrenbogen am Ende der Bruͤcke verlaſſen, ſo hielten unſere klei⸗ nen Karren in einer engen Gaſſe ſtill. Aber in welches Erſtaunen geriethen wir, als wir abſteigen wollten und die Antwort erhielten, das Haus ſey noch nicht ein⸗ gerichtet. Wir mußten eine Stunde warten und fan⸗ den dann unſere kleinen Zimmer voll Staub. Den Boden von Stein bedeckten wir mit Matten; der gro⸗ ßen Kaͤlte ungeachtet dauerte es lange, bis wir etwas Feuer und die unentbehrlichſten Nothwendigkeiten er⸗ hielten. Drotz aller ausgeſtandenen Muͤhſeligkeiten langte die ganze Reiſegeſellſchaft geſund zu Pekingan.
Den 11. Januar ſchickte der Kaiſer unſerm Ge⸗ ſandten einen praͤchtigen Stoer zum Geſchenke, wel⸗ cher wenigſtens 12 Fuß lang war, 200 Pfund wog und ganz gefroren war. Dieſes iſt eine der ausge⸗ zeichnetſten Gunſtbezeugungen des Kaiſers, weil dieſer Fiſch nur allein fuͤr ihn gefangen wird und ſeine Guͤnſt⸗ linge ihn nur von dem Kaiſer erhalten. Man machte uns auf dieſe Beſonderheit aufmerkſam und ſetzte hin⸗ zu, Se. Majeſtaͤt behandle uns guͤnſtiger als die Eng⸗ laͤnder im vorigen Jahre, welche niemals eine ſo ausgezeichnete Gunſtbezeugung erhalten haͤtten. Nichts deſto weniger war unſere Mahlzeit in der Hauptſtadt eben ſo ſchlecht, als auf der Reiſe.
Den 12. mußten wir vor dem Kaiſer erſcheinen. Auf unſere Entſchuldigung, daß mehrere Herren we⸗


