Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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lang nordwaͤrts gegangen waren, kamen wir zum Thore der Stadt Chun⸗-ting⸗-fu oder Pe⸗king, welche auch King⸗tching genaunt wird. Wir waren nicht weit mehr von dieſem Thore weg, als der Befehl kam, daß wir in die Vorſtadt zuruͤckgetragen werden ſollten, was auch geſchah.

Wir mußten hier zu unſerm groͤßten Erſtaunen in dem Wirthshauſe der Kaͤrner einkehren. Als wir un⸗ ſere Unwilligkeit uͤber dieſe Behandlung;aͤußerten, er⸗ hielten wir die Antwort, die Thore der Stadt ſeyen bereits geſchloſſen und wir muͤßten uns bis zu dem andern Tag gedulden, an welchem wir unſere Woh⸗ nung in der Stadt beziehen koͤnnten. Wir mußten mit unſern Kleidern auf dem Boden ſchlafen. Auf unſerer ganzen Reiſe haben wir nirgends ſoviel Unan⸗ nehmlichkeiten erduldet, als in der Provinz Tché⸗li.

Auf Karren, deren Aeußeres nett iſt, fuhr man uns nebſt dem ganzen Gefolge durch die Stadt, deren Straße eben ſo breit iſt, wie jene der Vorſtadt. Die ſelten zweiſtoͤckigen Haͤuſer ſind nicht regelmaͤßiger ge⸗ baut, als in der Vorſtadt, indeſſen haben ſie einen allgemeinen Glanz, welchen man an den Haͤuſern der Vorſtadt nicht bemerkt. Die Vorderſeiten vieler der⸗ ſelben ſind mit Werken der Bildhauerkunſt geziert. Die Straße und ihre ungepflaſterten Theile waren mit Zelten bedeckt, in welchen Kaufleute feil hatten.

Nach einer viertelſtuͤndigen Reiſe genoſſen wir von einer herrlichen Bruͤcke den herrlichen Anblick von einem