Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

277

breit war; 200 Fuß von ihrer Laͤnge waren gebogen, waͤhrend die beiden aͤußerſten Ende platt und ohne ſicht⸗ bare Neigung ſind.

Hinter der kleinen Stadt Fee⸗ching-⸗ſés kamen wir durch ein ſandiges Thal zur Straße, welche bis vor das Thor von Pe⸗king geht. Ein praͤchtiger ſteinerner Triumphbogen mit 4 Durchgaͤngen eroͤffnet dieſelbe. In der Naͤhe dieſes Thores ſind 2 gleich viereckige Pavillons mit gelblakirten Ziegeln gedeckt; einige Theile ſind kuͤnſtlich gehauen und ganz vergol⸗ det. Eine Juſchrift enthaͤlt das Lob desjenigen, wel⸗ cher die Straße hat anlegen laſſen. Ich ſchaͤtze die gepflaſterte Breite des Weges auf 30 Fuß. Man kann ſich gar nicht vorſtellen, welche unzaͤhlbare Menge von Dromedaren, Pferden, Mauleſeln und Karren wir auf dieſem Wege antrafen. Alles verrteth deutlich die Naͤhe der kaiſerlichen Reſidenzſtadt.

Nahe am Wege, nicht weit vom Thore der Vor⸗ ſtadt von Pe⸗king, ſahen wir einen achteckigen Thurm

in 2 Theile abgetheilt; der unterſte Theil enthaͤlt nur ein einziges Stockwerk, waͤhrend der oberſte 13 Stock⸗ werke hatte. rn

Bei dem Eintritte in die Vorſtadt ſtaunten wir, daß wir ſie nicht gepflaſtert fanden, da doch die Heeres⸗ ſtraße außerhalb der Stadt ein ſo ſchoͤnes Pflaſter hatte.

Die Vorſtadt fuͤhrt den Namen Agauy⸗lau⸗tching. Nachdem wir in dieſer Straße ungefaͤhr 3/4 Stunden in der Richtung gegen Oft fortgereiſt und 10 Minuten