Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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man ihm dieſe Ehre erzeigte, ſo lange wir zu Lande reiſten. 8

In der Stadt Kao⸗tang⸗tcheou ſah ich einen achteckigen Thurm mit 12 Stockwerken, welcher der hoͤchſte war, den ich bemerkt habe.

Die Doͤrfer und Weiler, welche wir den 4. ange⸗ troffen hatten, ſcheinen immerfort aͤrmlich und nur Huͤtten in dem ſchlechteſten und baufaͤlligſten Zuſtande zu ſeyn. In der ganzen Provinz Chang⸗tong be⸗ ſtehen die Haͤuſer aus einer trocknen Thonerde, welche bei ſtarkem Regen ſtarke Veraͤnderung erleiden; daher darf man ſich nicht wundern, wenn man in den Staͤd⸗ ten ſo viele eingefallene Haͤuſer ſieht.

Ueber die unbedeutenden Staͤdte Nghen⸗chen und Te⸗cheou kamen wir den z. in das Gebiet der Provinz Tche⸗li. Auch in dieſer Provinz hatten die Doͤrfer und Weiler ein armſeliges Ausſehen und die Staͤdte ſchienen ſich ihrem Verfalle zu nahen. In die⸗ fer kalten Jahreszeit ſchickte uns ein Mandarin 2 rothe mit Pelz gefuͤtterte Maͤntel fuͤr mich und den Geſand⸗ ren und 27 andere Pelze fuͤr die uͤbrigen Herren und Perſonen unſeres Gefolges. Da beſonders fruͤhe eine druͤckende Kaͤlte berrſchte, ſo lernten wir den Werth dieſer Gabe um deſto mehr ſchaͤtzen.

Den 9. durchreiſten wir die Stadt T ſo⸗tcheou, welche viel Handel zu treiben ſcheint. Beim Austritte aus der Stadt gingen wir uͤber eine ziemlich artige ſteinerne Bruͤcke, welche oso Fuß lang und z2 Fuß