Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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Bei der Stadt Chao⸗tcheou⸗fou theilt ſich der Fluß in 2 Arme, deren einer, welchem wir folg⸗ ten, nach Nordoſt geht, waͤhrend der andere im Suͤ⸗ den der Stadt vorbeilaͤuft und ſeinen Lauf nach Weſt richtet. Gerade der Theilung des Fluſſes gegenuͤber erhebt ſich in der Mitte ſeines Bettes eine kleine hohe Inſel mit einem seckigen dburi, welcher 7 Stock⸗ wenke hoch iſt.

Die Stadt Cbaoet eotefh. faſt ein wenig Maßeton als Kanton, hat ein kaiſerliches Zollhaus und eine ſtarke Beſatzung. Wenn man ſie von ihrer Außenſeite betrachtet, bemerkt man nichts, als ihren Wall wegen der niedrigen Haͤuſer und die Daͤcher der Tempel und Palaͤſte der Mandarine. Ihr Wall macht eine Kruͤmmung, und von Suͤd nach Nord betrachtet ſtellt ſie eine laͤngliche Figur vor. An ihrem aͤußerſten Ende iſt eine große Schiffsbruͤcke bei dem Zollhauſe des Houpou; an demſelben Punkte liegt eine ſehr ge⸗ raͤumige Vorſtadt auf Pfaͤhlen erbaut. Gegen die Mit⸗ ternachtſeite am Ende eines hohen Berges rblieet man einen geſchmackloſen dreiſtoͤckigen Thurm.

Weil der Fluß nicht mehr tief genug war, um unſere Fahrzeuge zu tragen, ſo mußten wir kleinere nehmen, ſo daß unſere Flotte beinahe noch einmal ſo groß war. Die Matroſen entwiſchten, ſobald ſe he⸗

nahlt waren.

Nachdem wir bei vielen und ſchoͤnen Doͤrfern vor⸗

beigereiſt waren, kamen wir zur ziemlich großen und