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Kleider, Wohnungen, Speiſen und Getraͤnke nebſt den Geſchirren.. 4
Sie ſind ſehr gutmuͤthig und lieben die Gerech⸗ tigkeit auf das Aeußerſte. Noch nie haben ihre Mo⸗ narchen zuerſt einen Nachbarn angegriffen oder die Grenzen ihres Reiches zu erweitern geſucht. Von Diebſtaͤhlen und Raubereien weiß man in Japau nichts; doch ſind ſie ſehr mißtrauiſch gegen die Aus⸗ laͤnder. Nach den verkehrten Grundſaͤtzen, welche ihre Prieſter dem Volke beibringen, iſt natuͤrlich, daß der Aberglaube die hoͤchſte Stufe erreicht hat. Ihr gren⸗ zeuloſer Stolz gruͤndet ſich auf die Meinung, daß ſie Nachkommen der Goͤtter des Himmels, der Sonne, dec Aäpnde, und uͤber alle andere Menſchen erhoben ſind.. Die Benennung der Japaner iſt ganz verſchieden von der europaͤiſchen. Der Familienname bleibt im⸗ mer unveraͤndert, wird aber nur in Unterſchriften mit beigedrucktem Siegel gebraucht, und allzeit vor dem andern Namen geſetzt. Der Zuname wird von der Geburt bis zur Mannbarkeit behalten; dann mit jedem neuen Amte veraͤndert. Selbſt Kaiſer und Fuͤrſten bekommen nach ihrem Tode neue Namen. Der Name der Frauenzimmer wird oͤfters von ſchoͤnen Blumen abgenommen. 7 4 1
Alle Staͤnde beider Geſchlechter kleiden ſich ſeit Jahrtauſenden einfoͤrmig in langen und weiten Schlaf⸗ röcken aus Seide oder Baumwolle. Vornehmere tra⸗ gen dieſe Kleider laͤnger, als gemeine Leute, Manns⸗ perſonen einfaͤrbig, Frauenzimmer gebluͤmt. Im Som⸗ mer ſind dieſe Kleider gar nicht, oder ſehr duͤnn ge⸗ fuͤttert, im Winter aber mit Watte. Mannsperſonen tragen ſelten mehr als ein Kleid, Frauenzimmer oͤfters 30— 50 üͤber einander, jedoch ſo duͤnne, daß alle zu⸗ ſammen kaum 4— s deutſche Pfunde wiegen. Der unterſte Schlafrock vertritt die Stelle des Hemdes, und iſt entweder weiß oder blaulich, und meiſtentbeils


