Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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durchſichtig. Alle dieſe Kleider werden durch einen Guͤrtel befeſtiget, welcher bei Mannsperſonen eine Hand, bei Frauenzimmern aber eine halbe Elle breit iſt, und in mehrern Schleifen gebunden wird, welche bei Verheiratheten vorn, bei Unverheiratheten hinten ſind. In dieſen Guͤrtel ſtecken Mannsperſonen ihren Saͤbel, ihre Sonnefaͤcher, Tahacksyfeife; Beutel und Arzneiſchachtel. Am Halſe ſind die Kleider ausgeſchnit⸗ ten, und vorne ſehr weit offen. Die Aermel ſind ſehr weit und beſonders bei Maͤdchen ſo lang, daß ſie bis auf die Erde reichen. Manche Leute tragen anch nur halbe Schlafroͤcke bis an die Lenden aus duͤnnem Zeu⸗ ge wie Flor, und haben Beinkleider aus einer Art Hanf, welche bloß zwiſchen den Beinen etwas zuſam⸗ men genaͤht ſind. 8

Die Mannsperſonen rupfen faſt alle ihre Honre aus dem Koofe; blos am Nacken laſſen ſie dieſelben ſtehen, ſchmieren ſie ein und ſtreichen ſie gegen den Kopf hinauf. Auf dem Scheitel werden die Haare mit Papier zuſammen gebunden, die Spitzen abgeſchnitten, und wieder zuruͤckgebogen. Dieſe Verzierung der Haare wird taͤglich ſehr gut beſorgt. Die Geiſtlichen und Aerzte haben einen ganz kahlen Kopf, die Knaben behalten die Haare des Hauptes bis zur Mannbarkeit, die Frauenzimmer ſtreichen ſie glatt in die Hoͤhe, und befeſtigen ſie auf der Mitte des Kopfes durch einen Schurz, vor welchen ein Kamm aus Schildkroͤte oder lackirtem Holze geſteckt wird. Geſchiedene Weiber ſcheeren ſich das Haupt ganz ab.