Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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gen hoͤheren Staatsbeamten nach ihrem verſchiedenen

auge 2 10 Schlafroͤcke. Die Japaner haben gar keinen Begriff von der

Anatomié, und kennen nicht einmal den Kreislauf des Blutes, ſie fuͤhlen den Puls ihrer Kranken zuerſt an einem, und dann am andern Arme, wenigſtens eine

Viertelſtunde. Hoͤchſt ſelten und mit großer Aengſt⸗ lichkeit laſſen ſie zur Ader. Ich belehrte die zwei jun⸗

en Hofarzte, welche meine eifrigſten Schuͤler gewor⸗

den waren, von der Nothwendigkeit des Aderlaſſens in gewiſſen Faͤllen, und ſchenkte ihnen meinen eigenen Schnaͤpper und andere chirurgiſche Werkzeuge.. Ein Freund ſchenkte mir einen großen Kalkſtein, dergleichen in dem Magen der Pferde, welche in der Umgebung von Jeddo auf dem Stalle ſtehen, gefun⸗ den werden ſollen. Dieſe Steine beſtehen groͤßten⸗ theils aus Schichten ohne Kern, und ſollen zuweilen die Groͤße eines Kindskopf erreichen. Ich vermuthe, daß das Waſſer, welches die Pferde trinken, viel Kalk⸗Erde enthaͤlt, und daß das Stillſtehen derſelben das Anwachſen des Steins vermehrt. Andere Japa⸗ ner gaben mir Golderz, Asbest, Kupferkies, weihen und mehlichten Porzellain⸗Thon, rothen Arſenitk, Speckſtein, Pimsſtein, runden Quarz, weißen Mar⸗ mor, feines Bergoͤl, verſteinerte Blaͤtter, eine Tubi⸗ pore, einen Seeſchwamm, rothe Korallen, und end⸗ lich Kupfererz aus China, welches viel Schwefel ent⸗ haͤlt, und deſſen gebranntes Pulver gegen den Huſten angewendet wird. Alle dieſe Gegenſtaͤnde ließ ich durch den Ritter Bergmann dem Naturalienkabi⸗ nete zu Upſala uͤbergeben.. Am 25. Mai mußten wir von Jeddo abreiſen, denn der 30. Mai war fuͤr die Abreiſe des weltlichen Kaiſers zum großen Niko⸗Tempel beſtimmt, welcher 36 Meilen öſtlich von Jeddo entfernt iſt, und wo

eine große Feierlichkeit ſeyn ſollte. Dieſe Reiſe war ſchon ſeit drei Jahren beſtimmt, und mit großen Ko⸗