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fernt war, welcher mit dem Kronprinzen zur Rechten waͤhrend der Audienz ſtehen bleibt. Dieſe beſteht nur darin, daß der Geſandte bei dem Eintritte in das Zimmer auf die Knie faͤllt, die Haͤnde auf die Fuß⸗ matte legt, und den Kopf ebenſo zur Erde beugt, wie die Japaner dem Kaiſer Ehrfurcht und Unterwuͤrfig⸗ keit bezeigen. Dann ſteht der Geſandte auf, und kehrt in das Vorzimmer zuruͤck, wie er gekommen iſt. Zur Rechten dieſes Zimmers iſt ein Saal 300 Ellen lang, und 150 breit mit 100 Matten bedeckt, wo die vor⸗ nehmſten Staatsdiener, Raͤthe und Fuͤrſten bei feier⸗ lichen Gelegenheiten ſich verſammeln. Die uͤbrigen von uns geſehenen Zimmer hatten keine Mobilten; ihr Boden war mit großen und ganz weißen Matten belegt, und die Leiſten und Thuͤren lackirt, und ſehr ſchoͤn vergoldet.— 3 Dann wurden wir in den Pallaſt des Kronprin⸗ zen, und in die Haͤuſer der ſechs ordentlichen ſowohl, als der ſechs außerordentlichen Reichsraͤthe zur Auf⸗ wartung gebracht. Da dieſe Herren vom Hofe noch nicht zuruͤck waren, ſo wurden wir uͤberall von zwei Bevollmaͤchtigten hoͤflichſt empfangen, mit warmen gruͤnen Thee, Tabak und Gebackenem bewirthet, waͤh⸗ rend die Frauenzimmer und Kinder durch duͤnne Vor⸗ haͤnge uns betrachteten. Bei unſerer Ruͤckkehr hatten wir das unausſprechliche Vergnuͤgen, auf einer An⸗ höhe die große Stadt, welche 24 Meilen oder Stun⸗ den in ihrem Umfange haben ſoll, zu uͤberſehen. es andern Tags beſuchten wir die ſogenannten Tempelherren, die zwei Gouverneurs und die Komiſſa⸗ rien uͤber die Fremden. Am 25. machten wir unſere Abſchieds⸗Audienz bei dem Kaiſer und Kronprinzen, welche uns mit Schlafroͤcken von dem feinſten japani⸗ ſchen, theils ſchwarzen, theils verſchieden geblumten Seidenzeuge mit ſehr weiten Aermeln und mit Seide oder baumwollener Watte ausgeſtopft, beſchenkten. Ebenſo erhielten wir von den Reichsraͤthen und uͤbri⸗


