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lichen Kaiſers, gleichſam deſſen Generalvikar oder Hof⸗ marſchall, welcher in deſſen Namen alles beſorgt. Er ertheilt Allen Paͤſſe, welche an den Hof des weltlichen Kaiſers reiſen wollen. Er wird aber nicht von dem Dairi ſelbſt, ſondern von dem Kubo ernannt, und iſt gewoͤhnlich ein alter verdienter Offizier vom Ran⸗ ge, obſchon ſeine Einkuͤnfte gering werden.
Der Dairi hat ſein Schloß in der Stadt, wel⸗ ches eine eigene Stadt bildet, und mit Graben und Mauren umgeben iſt; wir konnten ſie nur von Ferne ſehen. Er bringt ſeine ganze Lebenszeit daſelbſt zu, und entfernt ſich nie; will er aus ſeinem Zimmer in
die Gaͤrten ſpatzieren, ſo wird dieſes ſogleich durch
ein Zeichen bekannt gemacht, damit Niemand ſich naͤ⸗ here, und dieſen ehemaligen Regenten des Landes er⸗ blicke, welcher jetzt nur noch in geiſtlichen Sachen un⸗ umſchraͤnkt iſt. Der weltliche Kaiſer oder Kubo hat zwar die hoͤchſte Macht, allein die groͤßte Wuͤrde bleibt doch bei dem Stande des Dairi. Im Anfange der letzten Revolution reiſte der Kubo jaͤhrlich nach Miako, zum Beſuche des Dairi, allein in ſpaͤtern Zeiten unterblieb dieſer Beſuch.
Miako iſt die aͤlteſte Hauptſtadt des Reichs und der vornehmſte Handelsplatz. Sie liegt ohngefaͤhr in der Mitte des Landes uͤber eine Flaͤche ausgedehnt,
und beilaͤufig eine deutſche Meile lang und eine halbe
breit. Hier befinden ſich die anſehnlichſten Kaufleute, Kuͤnſtler und Handwerker und zahlreiche Fabriken fuͤr


