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des Weges gebaut hatten. Auf dem ganzen Wege dieſes Landes ſah ich weder unbekannte, noch ſeltene Gewaͤchſe, noch Unkraut, noch Zaͤune. Das Getreide wird in ſchmalen Beeten geſaͤet, welche ohngefaͤhr ei⸗ nen Fuͤß breit, und durch einen Rain von einander getrennt ſind, welcher auch einen Fuß breit iſt. Iſt das Getreide eine halbe Elle empor geſchoſſen, ſo nimmt man die Erde von dem Raine weg, und legt ſie rings um die neue Saat, welche auf dieſe Art neuen Duͤn⸗ ger erhaͤlt. Mittelſt dieſer muͤhſamen Arbeit erhalten die Aecker das Anſehen der Kohlbeete. Sind ſie mit Reis beſaͤet, ſo wird Waſſer auf die Aecker geleitet, und der Reis durch dieſe erhalten. Im Anfange Aprils faͤngt der Landmann an, das Land umzugraben, wel⸗ ches zum Reis beſtimmt iſt; dieſes ſtand jetzt mit ſei⸗ nen erhoͤhten Seiten faſt ganz unter Waſſer. Die uͤbrigen Aecker waren mit morgenlaͤndiſchem Kohle be⸗ ſaͤet, und von deſſen Bluͤthen ſo vergoldet, daß ſte ſchon in weiter Ferne leuchteten. Das aus dem Saa⸗ men bereitete Oel wird gewoͤhnlich zum Brennen in Lampen verwendet. Waͤhrend der Landmann hier mit Graben ſich beſchaͤfftigte, gingen ſchoͤne weiße Reiher hinter ihm, welche die aufgegrabene Erde von den Maden reinigten, und ſehr zahm waren.
In Miako haͤlt ſich der geiſtliche Kaiſer auf. Wir hatten Audienz bei dem Oberrichter, und den beiden Gouverneurs der Stadt. Erſterer iſt faſt die einzige Mannsperſon am Hofe des Dairi oder geiſt⸗


