235
Ifonomia und dann nach Oſakka, wo wir mit Apfelſinen, Feigen und andern angenehmen Fruͤchten gegen unſere vornehmen Geſchenke uͤberraſcht wurden. Oſakka iſt eine der beruͤhmteſten Handelsplaͤtze eine der fuͤnf Reichsſtaͤdte, gehoͤrt dem weltlichen Kaiſer, und wird in ſeinem Namen von zwei Gouverneurs regiert. Wegen der Waarenzufuhr aus allen Theilen des Reichs ſind die Lebensmittel hier ungemein wohl⸗ feil, und die reichſten Kuͤnſtler und Kaufleute zu fin⸗ den. Der Fluß Jedogava, auf welchem wir bis zur Stadt ſegelten, ſtreicht durch deren Straſſen, und iſt deßwegen in verſchiedene Arme abgetheilt. Die Zitadelle auf einer Seite der Stadt hat faſt eine Qua⸗ dratmeile im Umfange. Hier wohnen viele reiche Privatleute, um ihre Renten zu verzehren, weil dieſe Stadt den angenehmſten Aufenthalt darbietet, und fuͤr Japan gerade das iſt, was Paris für Europa. Die Zitadelle ſteht nicht unter der Leitung des Gou⸗ verneurs der Stadt, ſondern hat zwei beſondere Kom⸗ mandanten, welche einander alle drei Jahre abloͤſen, ohne ſich zu beſprechen. Einer muß ſich ſtets am Hofe aufhalten, und darf nicht eher in die Zitadelle ziehen, bis der andere ausgezogen iſt. Am 9. April zogen wir von Oſakka nach Miako durch eine ſo vortrefflich bebaute und bevoͤlkerte Gegend, daß man glaubt nach Holland verſetzt zu ſeyn.— In dem Fluſſe Miako hielten ſich ſehr viele Pe⸗ likane auf, welche ihre Neſter auf den Fichten laͤngs


