Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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wegen ihres Handels mit Auslaͤndern die beruͤhmteſte. Sie gehoͤrt dem weltlichen Kaiſer, welcher zur Regie⸗ rung derſelben im Oktober jedes Jahres einen neuen Gouverneur ſchickt, deſſen gewoͤhnliche Einkuͤnfte auf 10,000 Thlr. ſich belaufen, moͤgen. Die Inſel Dezi⸗ ma iſt als eine Vorſtadt zu betrachten, welche an die hollaͤndiſche Faktorei verpachtet, 300 Ellen lang und 120 breit, und rings herum mit Blanken verſehen iſt, durch welche zwei Thore theils auf das Meer, theils auf die Stadtbruͤcke fuͤhren. Die Iuſel iſt mit einem feuerfeſten Packhauſe und mehreren kleinen Waarenhaͤuſern, mit Kramlaͤden, Staͤllen, Vorraths⸗ haͤuſern und einem Krankenhauſe aus Fachwerk und Lehm verſehen, welche alle mit Ziegeln bedeckt ſind, Papierfenſter und Strohmatten auf dem Fußboden

haben. Die Dollmetſcher beſitzen auch ein anſehnliches

Haus, Kollegium genannt, in welchem ſie ſich waͤh⸗ rend des Handels zahlreich verſammeln, und welches in Abweſenheit der hollaͤndiſchen Handelsſchiffe nur von einem oder dem andern beſucht wird. In einem andern Hauſe befinden ſich die Kundſchafter der Re⸗ gierung, welche dem Gouverneur in der Stadt alle Ereigniſſe berichten. Innerhalb dieſes kleinen Be⸗ zirkes muͤſſen die Hollaͤnder ſich gefallen laſſen, zu ver⸗ weilen. Ehemals wurde ein Chef von einer einzigen Reiſe bereichert; ſeitdem aber die Handelsvortheile ſehr vermindert ſind, erſcheint mancher Chef 3. 4 mal. Die Waaren, welche die hollaͤndiſche Kompagnie die⸗