Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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II. Am 22. Juni 1775 begab ich mich an Bord eines der Schiffe, welche nach Japan beſtimmt waren. Ich hatte mich als erſter Schiffs⸗Wundarzt der Kom⸗ pagnie verpflichtet, nach unſerer gluͤcklichen Ankunft in Japau ein Jahr zu verweilen, und als Geſandt⸗ ſchafts⸗Arzt den Schiffkapitain an den kaiſerlichen Hof zu begleiten. Nebſt dem hatte ich zu Amſter⸗ dam verſprochen, fuͤr den botaniſchen Garten, und einige vornehme Naturforſcher lebende Gewaͤchſe, be⸗ ſonders von Straͤuchern und Baͤumen in Japan zu ſammeln und nach Europa zu ſenden.

Am 10. Auguſt fahen wir das feſte Land von Ch i⸗ na; am 12. hatten wir einen in dieſer Gegend gewoͤhn⸗ lichen Sturm. Der kluge Kaͤpitain unſeres Schiffes ließ ſogleich die Segel am ſtaͤrkſten Theile befeſtigen, die Spitze des Maſtes abnehmen, und die Rahen ein⸗ ziehen. Waͤhrend dieſer Zeit ſahen wir, daß die Spitzen der Maſten des andern Schiffes abriſſen, ein Maſt um den andern verloren ging, und das Schiff ſo beſchaͤs digt wurde, daß es mit Noth in den Hafen von Ma⸗ kao einlaufen konnte. Von hier wurde es zur Aus⸗ beſſerung nach Kanton gebracht, dann ſegelte es aber nach Japan fort. Die meiſte Ladung derſelben aus Puder⸗Zucker war faſt gaͤnzlich verdorben.

Am 17. hatten wir einen andern Sturm, welcher zwei Tage mit ſtarkem Gewitter ohne Regen dauerte, dadurch wurden unſere meiſten Waaren durchnaͤßt und verdorben. Die Krebſe und Seethiere, welche ich zum