treibe, undgegen Blaͤhungen vortheilhaft angewendet werde.
Den Fremden ſind zwei Spitaͤler geoͤffnet, deren eines fuͤr die Geneſenden beſtimmt iſt; noch ein Kran⸗ kenhaus fuͤr die Mohren, und eines fuͤr die Chineſen. Die ſtete Hitze und feuchten Duͤnſte vermehren die Krankheiten und Todesfaͤlle, beſonders der Europaͤer, welche zu ſorglos leben. Faulfſieber ſind herrſchend, und oͤfters in zwei Tagen toͤdtend; wer ſich ihnen ent⸗
reißt, bekommt zwar einen ſehr geſunden Leib, hat
aber ſtets mit Verſtopfung einzelner Eingeweide zu kaͤmpfen. Wie im ganzen Morgenlande, ſo iſt auch hier gebraͤuchlich, daß das Opium ſowohl zum Ueber⸗
zuge des Rauchtabaks, als zum Kauen verwendet wird, welches viele Menſchen bis zur Raſerei berauſcht. Er⸗ ſcheint ein vom Opium Berauſchter auf der Straſſe; ſo iſt er ſchon durch das Geſetz fuͤr vogelfrei erklaͤrt,
und Jedermann ihn zu toͤdten berechtigt; denn die aus
dem Genuſſe entſtehende Raſerei iſt gewoͤhnlich mit einer außerordentlichen Mordſucht verbunden.
Die Bewohner der heißen Laͤnder ſtehen den En⸗ ropaͤern an durchdringenden Verſtand und der Unter⸗ haltung weit nach, und die meiſten ſind traͤge, ſchlaͤf⸗ rig und wohlluͤſtig. Wie alle Fremde an Thaͤtigkeit und Munterkeit verlieren, ſobald ſie dieſe Laͤnder be⸗ treten haben, ſo iſt dieſer Fall um ſo mehr bet den Eingebornen.


