Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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der Umgebung dieſer Stadt, worin ich durch einen beſcheidenen und eingeweihten Javaner beſtens unter⸗ ſtuͤtzt wurde. Der groͤßte Baum, den ich geſehen habe, war Casuarina equisetifolia, welcher am Fluſſe ſtand, und ſeine weiten Aeſte ſehr ſtark ausbreitete.

Die in der Stadt herrſchende Hitze iſt nicht an ſich ſehr laͤſtig, ſondern nur dadurch, daß die Stadt niedrig am Strande liegt, und daß die waͤſſerichten Duͤnſte und Nebel ſich gewoͤhnlich in der Luft anhaͤu⸗ fen, ohne durch einen betraͤchtlichen Wind⸗ zerſtreut zu werden. Man mag ſich daher auch noch ſo duͤnne kleiden, ſo kann man doch zwiſchen 9— 4 des Tages im Freien nicht wandern, ohne vor Hitze und Schweiß zu erkranken. Standesperſonen bedienen ſich bedeckter Waͤgen, mit duͤnnen Gardinen; aber der Rang wird ſo ſtreng beobachtet, daß nur diejenigen vergoldete, bemalte und unbemalte Waͤgen haben duͤrfen, welchen ſie gebuͤhren; vor jenen der Rathsherren ſind auch Lau⸗ fer zu ſehen.

Die Gaſtfreiheit iſt hier ungemein groß; vorneh⸗ mere halten woͤchentlich eine bis zwei Tafeln, an wel⸗ chen gebetene und ungebetene Gaͤſte willkommen ſind. Sobald der Fremde ein kleines Haus gemiethet, und einen Sklaven zu ſeiner Bedienung gekauft hat, ſo bedarf er zu ſeiner uͤbrigen Unterhaltung ſehr wenig. Denn jeder Goͤnner, welchem er zwiſchen 11— 12

Uhr aufwartet, ladet ihn zum Tiſche. Das reine Waſſer iſt zu ſalzicht, und bewirkt bei Fremden gewoͤhn⸗