218
dem Kap gebracht, wo er von einigen ſeiner Lands⸗ leute erkannt wurde. Sobald die Regierung ſeine Umſtaͤnde erfahren hatte, ſchickte ſie ihn als Reiſenden nach Batavia; doch ſpeiſte er waͤhrend der Fahrt an dem Offizierstiſche. 5
Wir ſegelten mit ſo guͤnſtigem Winde, daß wir ſchon zwiſchen 5— 6. April den Inſeln St. Paul und Amſterdam ooruͤber fuhren, und am 3. Mai aus dem Maſtkorbe die Inſel Java entdeckten, am 9. zwiſchen ihr und der Prinzeninſel fuhren, und am 12. ſchon unſere Briefe nach Batavia ſchicken konnten. Am 14. wurden wir von den Javanern mit gruͤnen Fruͤchten in ihren Nachen uͤberraſcht, gegen deren haͤufigen Genuß aber wegen der drohenden Ruhr ſehr gewarut wurde.
Am 419. begab ich mich mit dem Kapitain in die nicht gepflaſterte Stadt, welche von Menſchen aller Nationen und Sprachen bewohnt iſt. Die vielen Chi⸗ neſen machen einen weſentlichen Theil der Einwohner aus, treiben, wie die Juden in Holland einen aus⸗ gebreiteten Handel, und die meiſten Kuͤnſte und Hand⸗ werke. Mit den Sklaven und andern Indiern ſpricht man in ganz Oſt⸗, und einem Theile Weſt⸗Indien nur die malayſche Sprache.
Von dem Gouverneur und andern Perſonen, an welche ich empfohlen war, wurde ich gut aufgenom⸗ men. Da vor drei Monaten kein Schiff nach Japan ſegelte, ſo benutzte ich dieſe Zeit zum Botaniſiren in


