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kel herabreicht, und in einem Paare ſehr weiter Ho⸗ ſen von ſchwarzem Nankin. Den Gebrauch von Schu⸗ hen und Struͤmpfen kennen ſie nicht; nur die Vor⸗ nehmeren tragen eine Art Sandalen. An Feſttagen zie⸗ hen die wohlhabenden Frauen drei bis vier ſolcher Kittel von verſchiedener Farbe und Laͤnge uͤber einan⸗ der an, und zwar ſo, daß der kuͤrzeſte immer der ober⸗ ſte iſt. Ihre langen ſchwarzen Haare flechten ſie zu⸗ weilen in einen Knoten, oder laſſen ſie in langen Flech⸗ ten uͤber den Ruͤcken herabhaͤngen. Kurze Haare gel⸗ ten ihnen als Zeichen der Gemeinheit und Ausartung. Die Kleidung der Mannsperſonen iſt von jener des andern Geſchlechts wenig verſchieden.
In der Naͤhe der Turous⸗Bai trafen wir nur einige Doͤrfer(obgleich dieſer Ort vor alten Zeiten der Hauptmarktplatz fuͤr den ganzen Handel dieſes Lan⸗ des mit China und Japon geweſen iſt), deren groͤßtes hundert mit Stroh gedeckte Haͤuſer enthielt. Unter vielen Ruinen ſahen wir jedoch keine einzige, welche einen ehemaligen vorzuͤglichen Reichthum und Wohlſtand verrathen, oder welche den Gedanken an eine verfallene Pracht und Herrlichkeit in uns rege gemacht haͤtte.
Die Huͤtten der Cochinchineſen ſind im Gan⸗ zen beguem und reinlich, und auch dicht genug, um ihre Bewohner in der einen Jahreszeit gegen die Hitze der Sonne, und in der andern gegen die Regenguͤſfe gehoͤrig zu ſchuͤtzen. Das Land bringt eine ſehr große


