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und beſcheidene Gebaͤude; in mehrern Gegenden des Landes ſcheinen Kloͤſter vorhanden zu ſeyn, welche ſehr groß und geraͤumig und mit Mauren umgeben ſind. Die meiſten Haͤuſer der Co chinchineſen in der Naͤhe von Turon beſtehen nur aus vier Lehmmauern, welche mit Rohr gedeckt ſind.
Die Cochinchineſen tragen weder dicke Schuhe, noch ausgenaͤhte Struͤmpfe, noch kurze Stiefel von Atlas, noch auch mit Watte ausgeſtopfte Roͤcke wie die Chineſen, ſondern ſie gehen groͤßtentheils bar⸗ fuß. Ihre langen und ſchwarzen Haare flechten ſie gewoͤhnlich in einen Knoten zuſammen, und befeſtigen dieſen auf dem Wirbel des Kopfes. So trugen auch die Chineſen ihre Haare, ehe ſie von Tataren bezwungen worden ſind.
Das Syſtem der Moral gruͤndet ſich hier, ebenſo wie in China auf die Lehren und Vorſchriften des Confucius. Die Cochinchineſen ſind wie die Franzoſen immer luſtig, und plaudern faſt unaufhoͤr⸗ lich, offenherzig und zutraulich. Ein Chine ſewuͤrde es fuͤr eine Schande halten, eine wichtige Angelegenheit durch ein Frauenzimmer beſorgen zu laſſen; die Cochin⸗ chineſen dagegen haben die Meinung, daß die wichtig⸗ ſten Angelegenheiten einer Familie ſich gerade am be⸗ ſten fuͤr die Frauensperſonen ſchicken; daher uͤberlaſſen ſie ihnen auch ausſchließlich die Beſorgung derſelben. Bei den Chineſen duͤrfen die Frauensperſonen nicht ſprechen, bis ſie gefragt werden, niemals lachen,


