Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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wiederholten Verſicherungen, daß der Schach ihn ſei⸗ nes erlittenen Verluſtes wegen ſchadlos halten wuͤrde. Die Landſchaft Ghilan, welche er bei dieſer Gele⸗ genheit durchſtreifte, fand er in ſehr ſchlechten um⸗ ſtaͤnden, obwohl man ſie ſich in einem beſſern Zuſtan⸗ de, als jede andere perſiſche Provinz gedacht hatte.

Die Einwohner ſind ſehr ſtolz auf das Alter ih⸗ res Reiches und auf ihre Regierungsform. Bei Un⸗ terhaltungen, wenn die Geſellſchaft auch noch ſo zahl⸗ reich iſt, begegnen ſie dem Aelteſten, wenn er reden will, mit einer beſonderen Aufmerkſamkeit, er ſey ſo gering und arm, als er nur wolle.

Die Perſer halten es fuͤr ein Greuel, zugerich⸗ tetes Brod oder Fleiſch zu zerſchneiden. Daher wird erſteres in duͤnnen Kuchen gebacken, um leichter ge⸗ brochen werden zu koͤnnen; letzteres aber ſo eingerich⸗ tet, daß man es mit den Fingern klein machen kann.

IV. Von Ghi lan fuͤhrte ein beſchwerlicher Weg nach Reſchd. Ungeachtet einige Bruͤcken ſich auf der Straße befanden, ſo waren ſie doch gaͤnzlich vernach⸗ laͤffigt. Obwohl es ferner Februar war, ſo machte das heiße Wetter ſehr muͤde. In der Stadt Reſchd verſorgte er ſich mit Zelten, Maulthieren, Pferden, Waffen und andern Nothwendigkeiten, und begab ſich ohne Verzug nach dem Lager.

In der angrenzenden Landſchaft befinden ſich viele Reisfelder, und große Pflanzgaͤrten von Maulbeerbaͤu⸗