324
die Wohnung Jaffers eines perſiſchen Großen⸗. welcher hier die erſten Karawanſerais bauen ließ.
Den 14. ſetzten wir unſere Reiſe auf dieſer Ebene fort; auf der Haͤlfte des Weges mußten wir uͤber den kleinen Berg Couh⸗telisme, Berg des Talis⸗ manns ſteigen; er liegt zur Linken, wenn man nach Kom reiſt. Je naͤher man dieſer Stadt kommt, de⸗ ſto mehr Grabmaͤler und Moſcheen ſieht man, in wel⸗ chen die Nachkoͤmmlinge Alys begraben liegen ſollen. Die Perſer nennen alle Kinder des Kalifen Im am⸗ Zade, Kinder der Apoſtel, die Anzahl dieſer perſiſchen Heiligen iſt ſehr groß. Bei dem Abſteigen in einer Karawan ſerai zu Kom, haͤtte ich in der Finſterniß der Nacht bald mein Leben durch den Aus⸗ ſchlag eines Pferdes verloren..
Dieſe Stadt iſt groß, auf einer an einem Fluſſe gelegenen Ebene gebaut, welche zwei Meilen von dem hohen Gebirge entfernt iſt. Ihre Geſtalt iſt laͤnglich und viereckig; ſie erſtreckt ſich von Oſt gegen Weſt, hat nach Ausſage der Einwohner 15,000 Haͤuſer, ei⸗ nen Graben und eine Mauer mit baufaͤlligen Thuͤr⸗ und liegt in der Mitte von Gaͤrten. In dem Mauſoleum des Ruſtan⸗can, eines georgiſchen Prinzen, pflegt das Volk ſpazieren zu gehen. Man ſieht zwei ſchoͤne Mauern an dem Fluß hinab, welche ſo lange, wie die Stadt, am Ende gegen Oſten durch eine ſchoͤne Bruͤcke verbunden ſind. Kom, obgleich eine unbedeu⸗ tende Handelsſtadt, bat die beſte Seife und die beſten


