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Klingen in Perſien. In dem weißen irdenen Ge⸗ ſchirre, welches hier ausgefuͤhrt wird, bleibt im Som⸗ mer das Waſſer kuͤhl, weil daſſelbe poroͤs iſt, und durch die Luft immer angefriſcht werden kann. Um neuen Gefaͤßen den Geſchmack zu nehmen, fuͤllt man ſie mit Roſenwaſſer, und haͤngt ſie mit einem feuch⸗ ten Duche bedeckt, an die Luft; vier Stunden nach⸗ her iſt der vierte Theil des Waſſers verduͤnſtet, bis endlich die Luft durch die dicke und grobe Feuchtigkeit verſtopft wird. Wenn die Verduͤnſtung des Waſſers in den Geſchirren verhindert iſt, wird das Waſſer ſtinkend, und man muß ſich neuer Gefaͤße bedienen. Kom hat bequeme Karawanſerais und ſchoͤne Mo⸗ ſcheen; die ſchoͤnſte iſt diejenige, in welcher der zuletzt verſtorbene perſiſche Koͤnig begraben liegt.
Sie hat vier ſchoͤne Hoͤfe; der erſte iſt mit Baͤumen und Blumen beſetzt viereckig; der mittelſte Gang ge⸗ pflaſtert; an beiden Seiten ſind ſchoͤne von Quader⸗ ſteinen eingefaßte Hoͤhen. Sie ſind ſo lang als der Hof und drei Fuß hoch, uͤber denſelben zwanzig ge⸗ woͤlbte Gemaͤcher, neun Fuß lang und viereckig ge⸗ baut; ein Kamin, und eine verdeckte lange Sommer⸗ laube. Bei der Pforte und dem Eingange des Hofes iſt ein tiefer Brunnen; aus einem Kanale ergießt ſich ein ſilberklarer Strom bei dem Eingange in ein er⸗ habenes Becken. An dem Eingange iſt eine Inſchrift in perſiſcher Sprache. Der andere Hof ſteht dem erſten an Schoͤnheit nach, der dritte kommt dem er⸗


