Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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Gelphen und Gibelinen in Italien. Die Batars oder Marktplaͤtze liegen in der Mitte der Stadt, die Haͤuſer aber auswaͤrts, beinahe jedes mit einem Gar⸗ ten. Die oͤffentlichen Gebaͤnde und Handels⸗Nieder⸗ lagen, mit Ausnahme des Kaiſerie, doͤniglichen Markiplatzes, welcher achteckig, ſehr ſchoͤn und geraͤu⸗ mig iſt, zeichnen ſich gleichfalls durch Schoͤnheit und verſchiedene Seltenheiten aus. Es werden 300 Kara⸗ vanſerais, in deren jedem 300 Perſonen wohnen koͤn⸗ nen, nebſt vielen Kaffeehaͤuſern und 250 Moſcheen ge⸗ zaͤhlt.

Außerhalb Tauris liegen gegen Oſt die Truͤm⸗ mer des verwuͤſteten Schloſſes Cala Rachidie, wel⸗ ches vor 400 Jahren von Coje Rechid, dem Groß⸗ vezire des Koͤniges Cazan erbaut wurde. Gegen Suͤd außerhalb der Stadt ſieht man die Ruinen des Pala⸗ laſtes der alten perſiſchen Köoͤnige, und gegen Oſt nach Vermuthung der Armenier die eingefallenen Mauern des Palaſtes des Koͤniges Cosroes.

Der große Marktplatz uͤbertrifft an Groͤße jenen iu Ispahan. Oft haben die Duͤrken 30,000 Mann in Schlachtordnung aufgeſtellt. Auf demſelben werden Spiele gegeben, Stierkaͤmpfe, Wolfstaͤnze ꝛc. ge⸗ halten. Der Poͤbel ſtroͤmt in großer Menge dahin. Die Stadt enthaͤlt mehr als 550,000 Menſchen. Es kommen Fremde aus allen Gegenden Aſiens dahin. Gold⸗ und Seidenwirker findet man in Menge; die ſchoͤnſten perſiſchen Turbane werden hier verfertigt.

53. B. Perſien. II. 3. 5