Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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31² Verſer nennen die Cochenille Quermis oder Querm, d. i. Wurm. Die Polhöhe der Stadt Marand iſt nach der Beobachtung der Perſer in der Breite 37 Grade und s0 Minuten, und in der Laͤnge 81 Grade und 50 Minuten..

Den 16. reiſten wir vier Meilen uͤber das Ge⸗ birge, und kamen gegen Mittag zur Stadt Sofian, welche auf einem waſſer⸗ und felderreichen Boden liegt, und den 17. in Tauris an, nachdem wir ſechs Meilen auf ſchoͤnen und fruchtbaren Ebenenk, welche viele Doͤrfer verſchoͤnerten, zuruͤckgelegt hatten. Von Erivan bis Tauris rechnet man 63 perſiſche Mei⸗ len; eine perſiſche Meile betraͤgt 5,000 Schritte.

Tauris, eine ſehr große und reiche Stadt, durch Handel und Bevoͤlkerung ausgezeichnet, iſt auf einer Ebene am Fuße des Berges Orentes oder Baron⸗ tes gebaut. Sie iſt weder mit Mauern, noch mit andern Vertheidigungswerken verſehen. Der kleine Fluß Spingtcha durchſtroͤmt ſie, ein anderer fließt

gegen Nord nahe bei der Stadt vorbei, und iſt von dem Fruͤhlinge bis zum Herbſt nicht breiter, als die Seine zu Paris waͤhrend des Winters. Die Stadt mit 15,000 Haͤuſern und 15,000 Kauflaͤden, iſt in neun Bezirke, und beinahe wie alle perſiſchen Staͤdte in Haydar und Neamet⸗Olahy eingetheilt. Hay⸗ dar und Neamet ſind die Namen zweier einander anfeindenden Partheien im 1s. Jahrbunderte, wie die