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Die Luft iſt kalt und trocken, aber ſehr gut und geſund.
Die Breite der Stadt betraͤgt 38, die Laͤnge 82 Grade. Lebensmittel findet man im Ueberfluſſe, ſehr wohlfeil und gut.
In einiger Entfernung von der Stadt ſteht man große, weiße Marmorbruͤche, etwas weiter Salz⸗ und und Goldadern. Man findet auch Mineralquellen; die beruͤhmteſten ſind ½ Meile von Dauris, und hei⸗ hen die Baringſchen, die andern, welche ſechs Meilen entfernt ſind, die Seid⸗Kentiſchen Baͤ⸗ der; ſie fuͤhren viel Schwefel mit ſich, manche ſind kalt und heiß zugleich. Dieſe Stadt iſt nach mei⸗ ner Meinung das beruͤhmte Eebatana der Al⸗ ten, wurde im Jahre 16s der perſiſchen Hegira ge⸗ gründet, litt viel durch Erdbeben, und war bald in der Perſer und Tuͤrken Gewalt, bis letztere endlich unterlagen. Das Gonvernement der Provinz Tauris traͤgt jaͤhrlich 30,00 Tomans, d. i. 1,350,000 Gul⸗ den. Der Gouverneur fuͤhrt den Namen Begler⸗ beg, haͤlt 3000 Mann zu Pferd, und hat die Caue von Cars, Oroumi, Maruga und Ardevil nebſt zwanzig Sultanen unter ſeiner Botmaͤßigkeit.
XVII. Zu Tauris nahm ich meinen Aufenthalt bei den Kapuzinern, und wollte, bis ich meine Sachen geordnet haͤtte, verborgen bleiben. Allein meine An⸗ kunft wurde bald dem Mirzathger, dem Sohne des


