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VIII. Von dem bisher erlittenen Ungemache fand ich mich dieſen Tag gleichſam auf einmal befreit, und beſtieg deßwegen die abſchuͤſſigen Felſen des hohen Kaukaſus leicht und muthig. Vier Meilen mußte
ich uͤber dieſes hohe Gebirge reiſen, bis ich an den erſt genannten Sirom kam, welcher die Tuͤrkei von Guriel ſcheidet. Den 3. ging der Weg uͤber ſteile Felſen; den 4. uͤbernachteten wir in einem von Chri⸗ ſten bewohnten Dorfe. In drei Tagen erreichten wir endlich nach einem beſchwerlichen Wege den Gipfel des Kaukaſus. Vier Meilen abwaͤrts ſahen wir auf der Haͤlfte des Weges viele Bruchſtuͤcke von alten Schlöſſern und Kirchen. Nach der Sage der Einwoh⸗ ner ſollen daſelbſt viele gefunden, und von den Tuͤr⸗ ken verwuͤſtet worden ſeyn. Am Fuße dieſes Gebir⸗ ges breitet ſich eine ſchoͤne, drei Meilen lange, frucht⸗ bare Ebene aus, in welcher ſich viele Doͤrfer befinden, welche der Fluß Kur durchſchneidet und bewaͤſſert.
Der Kaukaſus iſt eines der hoͤchſten und un⸗ wegſamſten Gebirge, ganz mit Felſen und Klippen bedeckt. Bei meinem Uebergange lag der Schnee zu⸗ weilen zehn Fuß hoch. Meine Begleiter bedienten ſich gewiſſer, zur Tiefe des Schnees zubereiteter Schuhe. Die Sohle war, der Breite und Geſtalt nach, einer Raquete ohne Stiel gleich, der Bezug etwas ſchlaffer. Sie koͤnnen damit ſchnell laufen, und laſſen eine ſehr kleine und unkenntliche Spur zuruͤck, weil dieſe Art Schuhe ganz rund iſt, und weder Vorder⸗ noch Hin⸗


