Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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Wegen eines bevorſtehen den Einbruches der Tuͤr⸗ ken fluͤchteten wir und die Einwohner in die Waͤlder. Der Anblick der Fluͤchtlinge war erbaͤrmlich. Weiber mit Kindern, Maͤnner mit Geraͤthſchaften ſah man in Eile fliehen. Der eine trieb Vieh in das Gehoͤlz, ein anderer ſchleppte einen mit Mobilien beladenen Karn. Viele ſah man aus Mattigkeit unterwegs ver⸗ ſchmachten; Kinder und Leute, welche nicht fortkom⸗ men konnten, fleheten mit erbaͤrmlicher Stimme um Rettung. Durch die ausgeſtandenen Drangſale ward ich ganz unempfindlich. Unſer Zufluchtsort war in der Mitte des Waldes eine Feſtung nach der Art, wie ich oben bemerkt habe. Der Herr des Ortes, Sa⸗ batar, nahm uns wilig auf; die Feſtung war ganz angefuͤllt, und wir hatten dem Sabatar zu verdanken, daß wir in einer elenden Kammer von dem Volke abgeſondert waren.

Den 29. kam ein mingreliſcher Edelmann mit 36 ſeiner Leute, zerſchlug und zertrümmerte alles, und ſuchte in meiner Kammer. Er nahm die noch uͤbri⸗ gen Geraͤthſchaften, welche die Tuͤrken ihrer Schwere wegen nicht mit fortnehmen konnten. Weil er in der Nacht kam und kein Licht hatte, nahm er meine Schriften und Buͤcher, riß von letztern die vergolde⸗ ten Einbaͤnde, und gebrauchte ſie als Lichter.

Nach vielen ausgeſtandenen Gefahren mußte ich mich entſchließen, wieder in die Tuͤrkei zu reiſen, und