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reichen. Als ich Waſſer in den Wein goß, wunderte ſie ſich ſehr, weil ſie und ihre Frauenzimmer denſel⸗ ben rein und in großem Ueberfluſſe tranken. Bald nach der Tafel fragte ſie nach Porzellain⸗Geſchirren, und redete von meiner Heirath. Als ſie bei einer ſehr tiefen Verbeugung mein feines Hemd ſah, nahm ſie mich bei der Hand, ſtreifte mir den Aermel bis an den Ellenbogen, hielt mich eine geraume Zeit bei dem Arme, und redete mit einer ihrer Frauen ganz heimlich. Oefters warf ſie Liebesblicke auf mich, naͤ⸗ herte ſich dann dem Pater Zampy, und ſagte: ich ſehe wohl, daß ich von euch beiden betrogen bin; Sonntags fruͤhe will ich bei euch erſcheinen, und mir von dieſem neuen Geiſtlichen eine Meſſe leſen laſſen. Der Pater wollte darauf antworten, aber die Priu⸗ zeſſin kehrte ihm den Ruͤcken.
Beſorgt deßwegen, ließ ich meine koſtbaren Uhr⸗ werke, 12,000 Dukaten ꝛc. vergraben. Die uͤbrigen Sachen, welche leicht und von hohem Werthe waren, nahmen wir zu uns, die andern gaben wir den Thea⸗ tinern aufzuheben. Den 23. wurden wir von Bewaff⸗ neten uͤberfallen, unſere Sachen durchſucht, und wir gewaltſam behandelt. In der Angſt warf ich ein Paͤckchen mit 285,000 Thalern in den Garten, und hielt es ſchon fuͤr verloren, bis es endlich mein treuer Diener wieder fand. Als ich bei dem Prinzen um Genug⸗ thuung nachſuchte, mußte ich gleichfalls Geſchenke mMachen, ohne dieſelbe zu erhalten.


