Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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ten Prinzeſſinnen den Namen Dedopale, welches in georgiſcher Sprache Koͤnigin heißt. Sie war zu Pferd von acht berittenen Frauensperſonen umgeben, und hatte eben ſo viele Maͤnner zu Fuß als Diener bei ſich. Sie ſprach: ihre Lebensmittel von Kon⸗ ſtantinopel und einige Europaͤer mit Wagen ſeyen gekommen, welche ſie zu ſehen wuͤnſcht. Ich wurde ſogleich gerufen, und Pater Zampy gab mir zu ver⸗ ſtehen, daß ich ihr einige Geſchenke geben muͤßte. Ich ließ ſie durch den Pater dahin vermoͤgen, daß ſie erlaubte, ihr in ihrer Reſidenz einige Geſchenke dar⸗ zubringen. Auf die Frage, weſſen Standes und Her⸗ kommens ich ſey, antwortete ich: ich ſey ein Kapuzi⸗ ner, und ging mit heiligen Verrichtungen um. Allein ſie ſchien es nicht zu glauben, weil ſie meiſtens von Lie⸗ besgegenſtaͤnden redete. Sie ließ mich fragen, ob ich keine Empfaͤnglichkeit fuͤr die Liebe haͤtte, und ob man ohne Liebe und Frauen ſeyn koͤnnte ꝛc. Endlich begab ſie ſich mit Gottes Huͤlfe fort.

Den 19. ließ ſie mich zur Mittagstafel einladen. Ich erſchien mit dem Pater Zampy und einem an⸗ dern Theatiner. Die Prinzeſſin war ganz in Gold gekleidet; ihr Kopfſchmuck beſtand in Juwelen, ihr Schleier war ſehr fein gearbeitet. Sie ſaß auf einer Tapete, ihr zur Seite befanden ſich 9 10 Kam⸗ merfrauen. Der Saal war mit halbnackten Zigeu⸗ nern, in welchen ihr Hofſtaat beſtand, angefuͤllt. Man fragte gleich nach dem Geſchenke, ehe ich noch