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zu ſehen, und glaubte, es ſeyen auch in den uͤbrigen Kiſten Buͤcher. Zu Anarghie hatte ich Ueberfluß an Fleiſch und Wein; dagegen fehlte das Brod. Eine Vezirs⸗Wittwe ſendete, mir taͤglich ½ Pfund Brod, und ich machte ihr dafuͤr andere Geſchenke. Der Pa⸗ ter Zampy gab mich fuͤr einen Kapuziner aus, und rieth mir, um nicht entdeckt zu werden, einen arm⸗ ſeligen Anzug zu waͤhlen. Ich ſpielte meine Rolle klug, aber meine Diener machten mich durch ihre Ge⸗ fraͤßigkeit und Ueppigkeit verdaͤchtig.
VI. Den 14. reiſten wir von Anarghie weg, legten auf dem Fluſſe Aſtolphe zwei Meilen zu⸗ ruͤck, luden dann unſere Waaren auf Wagen, und langten endlich mit Untergang der Sonne zu Sa⸗ pias an. So iſt der Name von zwei kleinen Kir⸗ chen, von denen eine die Pfarrkirche von Mingre⸗ lien iſt, die andere aber den Theatinern gehoͤrt. Letztere iſt dieſen mit einem umzaͤunten Platze von ziemlicher Groͤße und einigen bedeutenden hoͤlzernen Haͤuſern eingeraͤumt worden. Sie kamen 1627 nach Mingrelien, wurden als Aerzte aufgenommen, und von dem Prinzen mit Laͤndereien beſchenkt. Die Theatiner ſind arm, werden beraubt, ſchlecht behan⸗ delt, und nur wegen ihrer mediziniſchen Keuntniſſe etwas geehrt.
Den 18. kam die Prinzeſſin von Mingrelien bei den Theatinern an; ſie fuͤhrte, wie die benachbar⸗


