Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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ich keine Lebensmittel und Wohnung erhalten konnte; nichts deſto weniger blieb ich feſten und unbeweglichen Gemuͤthes.

Den 4 Oktober kam der Bote mit dem Vorſteher der Theatiner Don Maria Joſeph Zampy. Er empfing mich ſehr doͤflich, und machte mich mit der Gefahr, in dieſem Lande zu reiſen, bekannt; ich ver⸗ mochte ihn endlich durch viele Vorſtellungen, daß er mich in ſeine Wohnung aufnahm. Froh war ich dem Geſtanke und der Unflaͤtherei auf dem Schiffe ent⸗ kommen zu ſeyn. Wir hatten guten Wind, und un⸗ ſere Barke ſegelte ruhig fort. Um Mitternacht kamen wir bei dem Schlunde des Fluſſes Aſtolphe an, die Mingrelier nennen ihn Lang urz er iſt einer der groͤß⸗ ten Stroͤme Mingreliens. Wir ſendeten zwei von unſern Schiffleuten nach Anarghie, um zu ſehen, wie es mit dem Feinde ſtehe.

Das Dorf Anarghie, zwei Meilen vom Meere entfernt, das vorzuͤglichſte dieſer Landſchaft, iſt groß⸗ und hat uͤber 100 Haͤuſer, welche ſo weit von einan⸗ der gebaut ſind, daß man vom erſten Hauſe bis zum letzten wohl zwei Meilen zuruͤcklegen muß. In dieſem Dorfe befinden ſich allzeit Tuͤrken, um Sklaven einzu⸗ kaufen. Die Nachricht von dem Kriegsſchauplatze war beruhigend, und wir beeilten uns, bei dem Dorfe zu landen. Auf Ermahnen des Pater Zampy leerte ich im Angeſichte meines Wirthes eine Kiſte von Buͤchern aus. Er verwunderte ſich, ſo viele Buͤcher beiſammen