Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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Tage kommen die naͤchſten Anverwandten mit einer großen Anzahl Maͤnner und Weiber jedes Standes zuſammen, um den Todten zu beweinen. Den 40. Tag wird die Leiche begraben, und darauf ein Trau⸗ ermal gehalten; die Weiber ſpeißen allein. Der Bi⸗ ſchof liest Meſſe, und nimmt nach Landesſitte alles zu ſich, deſſen der Verſtorbene im Leben ſich bedient hat. Dieſe koſtbaren Male richten große und kleine Familien zu Grunde. Wenn ein Biſchof ſtirbt, ſo zieht der Landesherr deſſen Guͤter an ſich.

V. Die Landſchaft Guriel naͤchſt Mingre⸗ lien iſt klein, grenzt gegen Nord an das Koͤnigreich Imirette, gegen Oſt an einen Theil des Kauka⸗ ſus, gegen Weſt an Mingrelien, und gegen Suͤd an das ſchwarze Meer. Sie liegt der Laͤnge nach am ſchwarzen Meere vom Phaſis bis zu einem an⸗ dern Fluße, welcher eine Meile bei dem tuͤrkiſchen Schloſſe Gonie, das 40 Meilen vom Phaſis entfernt liegt, vorbeilauft. Die Einwohner von Gu⸗ riel kommen hinſichtlich ihrer Sitten und Gebraͤuche jenen von Mingrelien gleich.

Das Koͤnigreich Imirette, groͤßer als Guriel, iſt das alte Iberia. Es liegt zwiſchen dem Kau⸗ kaſus, Colchis, dem ſchwarzen Meere, Gu⸗ riel und den Geogriſchen Laͤndern in der Mitte. Seine Laͤnge betraͤgt 120, ſeine Breite so Meilen. Die Bewohner des Kaukaſus ſind die Georgier