Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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und die ſuͤdlich gelegenen Tuͤrken, gegen Suͤd die Oſſi und die Caracioles, oder Characherkes der Tuͤrken. Ihr Sprache iſt halb tuͤrkiſch.

Imirette iſt, wie Mingrelien, voll dichter Waͤlder und hoher Gebirge, hat aber auch ſehr anmu⸗ thige Thaͤler, wohlriechende Wieſen und Ebenen. Man findet Lebensmittel in Menge, auch Eiſenberg⸗ werke. Man muͤnzt Geld, und hat Verkehr mit Gold und Silber. Es herrſchen gleiche Sitten, wie in Mingrelien. Man trifft Flecken und Doͤrfer an. Der Koͤnig hat 3 gut befeſtigte Kaſtelle; das eine, Scander genannt, liegt in einem Thale, die beiden andern erheben ſich auf dem Kaukaſus, ſind von Natur ſehr feſt, und fuͤhren die Namen Regia und Seorgia, unterhalb laͤuft der Phaſis.

Dieſe Laͤnder ſtehen unter tuͤrkiſcher Herrſchaft und bezahlen Tribut. Der Koͤuig von Imirette muß dem Sultan so Kinder, Knaben und Maͤdchen von 10 20 Jahren geben; der Prinz von Guriel 46 deſſelben Alters; der Prinz von Mingrelien 60,000 Klafter feiner im Lande geſponnener Leinwand liefern. Die ehemals zinsbaren Abcaſſinier ſind vom Tribute frei.

Dieſe Prinzen fuͤhren den Beinamen Dadian, d. i. Haupt der Gerechtigkeit. Deßwegen wurde auch das erſte Geſchlecht der Perſiſchen Koͤnige Pich⸗Dadian(Obergerechtigkeit) genannt, um da⸗ durch anzuzeigen, daß ſie zuerſt den Unterthanen Recht wiederfahren ließen, und deſſen Habe ſchuͤtzten.