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dieſe muͤſſen ein ganzes Jahr aushalten. Die Vor⸗ nehmen ſitzen auf Teppichen und ſpeiſen nach Art al⸗ ler Morgenlaͤnder. Die Mingrelier und ihre Nach⸗ barn uͤbertreffen die Teutſchen und alle Abendlaͤnder im Trinken. Wenn ſie erhitzt ſind, trinken ſie nicht mehr aus Bechern und Kannen, ſondern aus Schuͤf⸗ ſeln und Kruͤgen. Sie noͤthigen ihre Gaͤſte gleich falls zum Trinken, machen keine Komplimente bei der Ta⸗ fel, und unterhalten ſich uͤber Raub, Diebereien, ge⸗ fuͤhrte Kriege, Mord und Sklavenverkaͤufe. Das Geſpraͤche mit den Weibern iſt ziemlich unehrbar; ihre Kinder lallen dieſe Schandreden nach. Der Vater zieht das Kind zur Dieberei, die Mutter zur Geilheit und Unzucht auf.
Mingrelien iſt heut zu Tage ſchlecht bewohnt, und zaͤhlt nicht uͤber 20,000 Einwohner. Durch Krieg und den Verkauf der Einwohner von dem Adel wird ihre Zahl ſehr vermindert. Der Handel in Mingrelien beſteht im Tauſchhandel. In ihren Kriegen zeigen die Mingrelier Muth; ſie rauben, brennen und fuͤh⸗ ren Menſchen und Vieh weg.
Die Einkuͤnfte des Fuͤrſten betragen jaͤhrlich hoͤch⸗ ſtens 20,000 Thaler, und kommen von der Mauth, dem Schiff⸗ und Hafenzoll. Dieſe Abgaben werden in einen Kaſten geſchlagen, und nichts davon genom⸗ men, weil die Unterthanen alle Dienſte ohne Lohn verrichten muͤſſen, und weil der Koͤnig von ſeinen Laͤndereien ſo viel Eßwaren erhaͤlt, daß er und ſeine


