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Der Fürſt von Tchon empfing ihn mit großen Ehren, und wollte ihm ein Stuͤck Landes zur unum⸗ ſchraͤnkten Herrſchaft bergeben. Allein ſein erſter Mi⸗ niſter widerſetzte ſich auf eine Weiſe, welche dem Con⸗ fucius und ſeinen Schuͤlern hoͤchſt ehrenvoll war, naͤmlich daß man durch ſeine Erhebung zum Souve⸗ rain außer dem Lande, ſeine Kenntniſſe und guten Nathſchlaͤge im Lande entbehren muͤſſe. Der Regent folgte dem Rathe ſeines Miniſters und aͤnderte ſeine Geſinnung; nach 1 Monaten ſtarb er, und ließ Con⸗ fucius ſo huͤlflos, daß er dem Spotte Preis gegeben wurde. Vergebens ſuchte er ſich zu rechtfertigen; Nie⸗ mand hoͤrte ihn. Er entſchloß ſich alſo nach Ouei zuruͤck zu kehren; allein daſelbſt verweilte er im Jahr 488 nicht lange. Aus der Gewaltthaͤtigkeit, welche die Fuͤrſten von Tchin und Tſai an ihm veruͤbten, hoffte er, daß ſeine Lehre daſelbſt gut aufgenommen werden moͤchte, und wollte deßwegen nach Tchin ſich begeben. So große Achtung auch ſeine Lehre genoß⸗ ſo brachte ſie doch keine Veraͤnderung im Reiche her⸗ vor. Die Fuͤrſten blieben waͤhrend ſeines Aufenthal⸗ tes in den Staaten von Tching 487— 484 eben ſo ehrgeitzig als vorher, und unterließen nichts, was ihren Untergang beſchleunigen konnte. Da er alſo ſeinen Aufenthalt fuͤr zwecklos erkannte, ſo kehrte er in das Land Ouei zuruͤck. 1—
Daſelbſt verweilte Confucius bis zum Jahre 479, in welchem er mit 63 Lebens⸗Jahren zum allge⸗ meinen Bedauren ſtarb. So große Achtung er im Le⸗ ben genoſſen hatte, ſo ſtieg dieſe doch erſt nach ſeinem Tode empor. Die Auszeichnungen, welche er im Le⸗ ben verdient hatte, wurden ihm erſt nach dem Tode gezollt. Wie er ſelbſt ein friedlicher und nuͤchterner Weiſe war, ſo wollte er auch alle Menſchen tugend⸗ haft und klug machen. Seine Schuͤler bildeten eine Sekte, deren zahlreiche Anhaͤnger ſich bis auf unſere
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